Seeräuber Khaaro: Das Schiff mit acht Schädeln

Als ihre Worte sich über die Bucht erheben, gleitet der Segler lautlos hinter den mächtigen Bäumen hervor. „Und das Schiff mit acht Schädeln …“ klingt es kurz irgendwo in mir als das grotesk bunt beleuchtete Segelschiff die mondbeschienenen Wellen des Stroms teilt. Ist das Khaaro? Ist das Brechts Seeräuber Jenny? Ist das Seeräuber Khaaro?

„Aber eines Abends wird ein Getös sein am Hafen
Und man fragt „Was ist das für ein Getös?“
Und man wird mich stehen sehen hinterm Fenster
Und man fragt „Was lächelt die so bös?“

Nein, sie lächelt gar nicht bös – gibt ja auch gar keinen Grund. Dieser Wedel Schädel am Strand soll für immer sein. Denn dieser Abend hat so viel Gutes im Laderaum: Die Stimme, die Songs, das Lächeln von Alina Ziegenbein, den augenzwinkernden Schnöselcharme von Sebastian Stille, ein „V“ wie Monika Mertens’ Vendetta gegen Büro-Bullies. Jan Ladiges zerlegt seinen Lidl und Leonie Lastella einen IKEA und ihren Horst. Arne Poeck zerlegt sich selbst, aber auch die Sprache und Wehwalt Koslovsky setzt sie wieder zusammen und schickt sie in die Umlaufbahn zum Sirius. Dabei funkelt der Mond auf den Wellen und ein Moderatorenherz ist übervoll von Glück.

Und Seeräuber Khaaro entführt den Pokal in die Nacht.

„Und das Schiff mit acht Schädeln
Und mit fünfzig Kanonen
Wird entschwinden mit mir.“

 

 

 

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